15.05.2026

GWG Prüfung virtueller Briefkasten: So machen Anbieter ihre Briefkastenvermietung rechtssicher und skalierbar

6 Min.

Was Anbieter virtueller Briefkästen wissen müssen – auf einen Blick

Ein Unternehmen meldet sich online an, bucht eine virtuelle Geschäftsadresse und ist wenige Minuten später startklar. Für Anbieter klingt das nach dem perfekten Kundenerlebnis. Doch hinter diesem reibungslosen Ablauf steckt eine gesetzliche Pflicht, die viele unterschätzen: Wer in Deutschland virtuelle Briefkästen oder Geschäftsadressen vermietet, muss die Identität seiner Kunden vor Vertragsabschluss prüfen und zwar GWG-konform. Das Geldwäschegesetz macht hier keine Ausnahme, weder für kleine Anbieter noch für große Plattformen.

Die wichtigsten Punkte, die dieser Artikel aufzeigt:

  • Anbieter von virtuellen Briefkästen sind nach dem Geldwäschegesetz (GWG) verpflichtet, die Identität ihrer Kunden vor Vertragsabschluss zu prüfen.

  • Die Identitätsprüfung umfasst neben dem Ausweischeck auch PEP-Prüfung, Sanktionslisten-Screening und Risikobewertung.

  • anny bietet eine flexible Buchungsplattform für virtuelle Briefkästen; die automatische GWG-konforme Prüfung erfolgt über die separate, kostenpflichtige Regpit-Plattform.

  • Regpit unterstützt moderne Identifikationsverfahren wie Video-Ident und die Online-Ausweisfunktion (eID) des deutschen Personalausweises.

  • Eine automatisierte Integration von anny und Regpit ermöglicht skalierbare, revisionssichere und rechtssichere Prüfprozesse ohne manuelle Zwischenschritte.

Was ist ein virtueller Briefkasten und warum ist das GWG hier überhaupt relevant?

Ein virtueller Briefkasten ist eine gemietete Postadresse, an der Unternehmen oder Selbstständige ihre Post empfangen, digitalisieren und verwalten können – ohne physisch vor Ort sein zu müssen. Typische Kunden sind Startups, Remote-Unternehmen, ausländische Firmen mit Deutschland-Präsenz sowie Einzelunternehmer, die keine Privatadresse im Impressum verwenden möchten. Das Geldwäschegesetz (GWG) greift hier, weil solche Adressen für Geldwäsche oder illegale Aktivitäten missbraucht werden können. Wir zeigen, welche Pflichten Anbieter haben und wie sie mit anny und der Regpit-Integration die GWG-Prüfung virtueller Briefkasten effizient umsetzen.

Rechtsrahmen: Wann sind Anbieter von virtuellen Geschäftsadressen GWG-pflichtig?

Das GWG verpflichtet Anbieter von virtuellen Briefkästen zur Identitätsprüfung ihrer Kunden, da die Briefkastenvermietung ein erhöhtes Missbrauchsrisiko birgt. Die Pflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße und betrifft insbesondere die Vermietung ladungsfähiger Geschäftsadressen, die im Impressum genutzt werden oder für behördliche Zustellungen vorgesehen sind. Wer KYC Briefkastenvermietung nicht ernst nimmt, riskiert empfindliche Konsequenzen.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Anbieter sollten im Zweifel juristischen Rat einholen. anny und Regpit unterstützen bei der praktischen Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen.

Pflicht

Beschreibung

Identifizierung

Feststellung der Identität natürlicher Personen vor Vertragsabschluss

Wirtschaftlich Berechtigte

Ermittlung der natürlichen Personen mit mehr als 25 % Anteilen

PEP-Prüfung

Prüfung auf politisch exponierte Personen

Sanktionslisten-Screening

Abgleich mit EU-, UN- und internationalen Sanktionslisten

Risikoanalyse

Bewertung des individuellen Risikos der Geschäftsbeziehung

Laufende Überwachung

Monitoring auf verdächtige Muster während der Geschäftsbeziehung

Dokumentation

Revisionssichere Aufbewahrung aller Prüfunterlagen

Verstöße können zu hohen Bußgeldern und behördlichen Maßnahmen führen. Daher ist eine automatisierte, dokumentierte Prüfung essenziell.

anny oder anny + Regpit: Welche Lösung passt zu meinem Angebot?

Wer virtuelle Briefkästen vermietet, braucht zwei Dinge: eine Plattform, über die Kunden buchen und Abos verwalten können und je nach Geschäftsmodell eine GWG-konforme Identitätsprüfung. anny übernimmt die Buchungs- und Abo-Verwaltung. Regpit ist eine separate, kostenpflichtige Compliance-Plattform, die sich nativ in anny integrieren lässt und die vollständige GWG-Prüfung automatisiert. Wie genau beide Systeme zusammenspielen, erklären wir in den weiteren Abschnitten – entscheidend ist zunächst: Nicht jeder Anbieter braucht zwingend beide Tools.

Situation / Bedarf

Empfohlene Lösung

Nur einfacher Identitätsnachweis (z. B. kein GWG-Fall, keine Geschäftsadresse)

anny allein (Ausweis-Upload, einfacher Check)

Vollständige GWG-konforme Prüfung (virtuelle Geschäftsadresse, Impressumsnutzung, Firmenanmeldung)

anny + Regpit

Regpit ist nicht im anny-Abo enthalten und muss eigenständig lizenziert werden.

Was Anbieter konkret prüfen müssen: Identitätsprüfung virtueller Briefkasten Schritt für Schritt

Die GWG-Prüfung ist kein einmaliger Ausweischeck, sie umfasst mehrere aufeinander aufbauende Schritte, die zusammen ein vollständiges Bild des Kunden und seines Risikoprofils ergeben. Für Anbieter virtueller Briefkästen bedeutet das konkret:

  1. Identifizierung natürlicher Personen: Erfassung gültiger Ausweisdaten mit holografischen Sicherheitsmerkmalen. Regpit unterstützt moderne Verfahren wie Video-Ident und die Online-Ausweisfunktion (eID) des deutschen Personalausweises als sichere Alternativen.

  2. Unternehmensprüfung (KYB): Prüfung von Handelsregisterauszug, Gesellschafterliste und Satzung zur Verifizierung von Firmendaten.

  3. Ermittlung wirtschaftlich Berechtigter: Identifikation aller natürlichen Personen mit mehr als 25 % Anteilen oder Stimmrechten.

  4. PEP-Prüfung: Erkennung politisch exponierter Personen, die besonderen Sorgfaltspflichten unterliegen.

  5. Sanktionslisten-Screening: Abgleich mit aktuellen EU-, UN- und internationalen Sanktionslisten.

  6. Risikobewertung: Einstufung der Geschäftsbeziehung in Risikoklassen (z. B. Low, Medium, High Risk).

  7. Dokumentation und Archivierung: Revisionssichere Speicherung aller Prüfunterlagen für mindestens fünf Jahre nach Vertragsende.

Manuelle GWG-Prüfung und ihre Grenzen

Viele Anbieter von virtuellen Briefkästen führen die GWG-Prüfung noch manuell durch: Kundendaten und Ausweiskopien werden per E-Mail angefordert, in Excel-Listen erfasst und Sanktionslisten sporadisch manuell abgeglichen. Die Dokumentation landet in Ordnern oder lokalen Dateien – oft ohne klare Struktur oder Zugriffskontrolle.

Das Problem dabei: Dieser Prozess ist fehleranfällig, birgt erhebliche Datenschutzrisiken durch unsichere Übertragungswege und liefert selten die revisionssicheren Nachweise, die bei einer behördlichen Prüfung erforderlich sind. Medienbrüche zwischen Systemen führen zu Verzögerungen, die Kunden abschrecken. Und ohne Automatisierung stößt das ganze Modell bei steigenden Kundenzahlen schnell an seine Grenzen.

Der direkte Vergleich zeigt, wo manuelle Prozesse konkret scheitern und was eine automatisierte Lösung mit anny und Regpit stattdessen leistet:

Aspekt

Manueller Prozess

anny + Regpit

Konsistenz

Inkonsistente Datenpflege und Prüfung

Einheitliche, automatisierte Abläufe

Zeitaufwand

Stunden bis Tage pro Kunde

Minuten pro Kunde durch Automatisierung

Fehlerquote

Hoch durch manuelle Eingaben

Sehr gering durch digitale Validierung

Audit-Dokumentation

Lückenhaft, oft unvollständig

Vollständig, revisionssicher archiviert

Skalierbarkeit

Begrenzt, bei Wachstum schnell überlastet

Hoch, automatisierte Prozesse ohne Mehraufwand

Automatisierte AML Compliance für Briefkasten-Abos: Wie anny und Regpit zusammenarbeiten

Die native Integration von anny und Regpit macht aus einem mehrstufigen, manuellen Prüfprozess einen vollautomatischen Ablauf – von der Buchung bis zur Abo-Freigabe, ohne einen einzigen manuellen Zwischenschritt.

So läuft die automatisierte GWG-Prüfung Schritt für Schritt ab:

  1. Buchung über anny: Der Kunde bucht ein Abo für einen virtuellen Briefkasten direkt über anny.

  2. Automatische Case-Erstellung: anny legt unmittelbar einen Prüffall in Regpit an und übermittelt alle relevanten Kundendaten.

  3. Selbstauskunft und Identifizierung: Der Kunde erhält eine automatische Aufforderung zur Identifizierung – via Video-Ident oder Online-Ausweisfunktion (eID).

  4. Automatisierte Compliance-Prüfung: Regpit führt PEP-Check, Sanktionslisten-Screening und Risikobewertung durch.

  5. Automatische Freigabe oder Ablehnung: Bei erfolgreicher Prüfung aktiviert anny das Abo automatisch – bei zu hohem Risiko wird die Anfrage ohne manuellen Eingriff abgelehnt.

So richtest du die Regpit-Integration in anny ein

Die technische Verbindung beider Systeme ist in wenigen Schritten erledigt:

  1. Tenant ID vom Regpit-Support anfordern und Lizenz erwerben.

  2. Tenant ID, E-Mail und Passwort in anny hinterlegen.

  3. Integrationsregeln in anny konfigurieren – z. B. für welche Produkte die GWG-Prüfung greifen soll.

  4. Testbuchungen durchführen, um den Ablauf vor dem Live-Gang zu validieren.

Weitere Informationen zur Einrichtung findest du auf der anny x Regpit Integrationsseite.

Praxisbeispiel (fiktiv): CityMail Office Berlin

Stell dir vor: Ein Anbieter wie CityMail Office Berlin verwaltet rund 500 virtuelle Geschäftsadressen mit manuellen Prozessen: Ausweiskopien per E-Mail, Excel-Listen, sporadisches Sanktionslisten-Screening. Die Dokumentation ist lückenhaft, das Onboarding neuer Kunden dauert mehrere Tage.

Nach der Umstellung auf anny und Regpit würde der gesamte Prozess vollautomatisch laufen: Buchung, Case-Erstellung, Video-Ident, Risikobewertung und Abo-Freigabe – alles ohne manuellen Eingriff. Das Onboarding würde nur noch wenige Minuten dauern, die Prüfungen wären revisionssicher dokumentiert und das Team könnte sich voll auf den Kundenservice konzentrieren.

Datenschutz und IT-Sicherheit: Was GWG-Verpflichtete zusätzlich beachten müssen

GWG-Compliance und Datenschutz gehen Hand in Hand – denn bei der Identitätsprüfung fallen besonders sensible personenbezogene Daten an, die DSGVO-konform verarbeitet und geschützt werden müssen. anny ist vollständig ISO 27001-zertifiziert und hostet alle Daten in Deutschland. Regpit dokumentiert sämtliche Prüfvorgänge revisionssicher und unterstützt Anbieter so bei behördlichen Nachweispflichten.

Wer als GWG-Verpflichteter auf der sicheren Seite sein will, sollte zusätzlich folgende Maßnahmen im Blick haben:

  • Sichere Zugänge mit Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)

  • Rollenbasierte Zugriffsrechte für Teammitglieder

  • Verschlüsselung bei Datenübertragung und -speicherung

  • Protokollierung aller Zugriffe auf sensible Daten

  • Klare Lösch- und Aufbewahrungsfristen gemäß GWG (5 Jahre nach Vertragsende)

Fazit & Jetzt GWG-konform durchstarten

Wer virtuelle Briefkästen vermietet, kommt an einer GWG-konformen Identitätsprüfung nicht vorbei. Mit anny und der Regpit-Integration lässt sich dieser Prozess vollständig automatisieren – skalierbar, revisionssicher und ohne manuellen Aufwand.

Überzeug dich selbst: Teste anny kostenlos, vereinbare eine Demo oder informiere dich direkt über die Regpit-Integration.

Häufige Fragen zur GWG Prüfung bei virtuellen Briefkästen (FAQ)

Gilt das GWG auch für kleine Anbieter mit nur wenigen virtuellen Briefkästen?

Ja – die GWG-Pflicht hängt von der Art der Dienstleistung ab, nicht von der Unternehmensgröße oder dem Umsatz. Wer ladungsfähige Geschäftsadressen vermietet, kann als Verpflichteter gelten – unabhängig davon, ob er fünf oder fünfhundert Briefkästen betreibt. Im Zweifel ist rechtliche Beratung empfehlenswert.

Muss ich jeden bestehenden Kunden nachträglich erneut identifizieren?

Das GWG sieht eine anlassbezogene und risikobasierte Überprüfung vor. Nachidentifizierungen sind insbesondere dann sinnvoll, wenn sich Eigentumsverhältnisse geändert haben, die Risikoeinstufung eines Kunden angepasst werden muss oder sich die gesetzlichen Anforderungen seit Vertragsabschluss wesentlich verändert haben.

Kann ich die Identitätsprüfung virtueller Briefkasten auch über die Online-Ausweisfunktion abwickeln? Ja. Regpit unterstützt die eID – die Online-Ausweisfunktion des deutschen Personalausweises – als moderne und sichere Alternative zum Video-Ident. Kunden können sich damit vollständig digital identifizieren, ohne physischen Kontakt oder Postfiliale.

Darf ich Ausweiskopien per E-Mail annehmen, wenn ich sie anschließend lokal speichere?

Das ist datenschutzrechtlich problematisch: Unverschlüsselte E-Mails sind kein sicherer Übertragungsweg für sensible Identitätsdaten, und lokale Ordner bieten kaum Zugriffskontrolle oder Protokollierung. Für eine GWG-konforme und DSGVO-sichere Lösung empfiehlt sich der Einsatz von anny und Regpit, die Upload, Speicherung und Dokumentation revisionssicher abbilden.

Muss ich Regpit kaufen, wenn ich anny nutze?

Nein. Regpit ist eine separate, kostenpflichtige Plattform und nicht im anny-Abo enthalten. Anbieter, die nur einen einfachen Ausweischeck benötigen und nicht unter die GWG-Pflicht fallen, können anny ohne Regpit nutzen. Die AML Compliance Briefkasten Lösung mit Regpit ist nur dann erforderlich, wenn eine vollständige GWG-Prüfung inklusive PEP-Check und Sanktionslisten-Screening notwendig ist.

Können mit anny nur virtuelle Briefkästen vermietet und geprüft werden?

Nein – anny ist als flexible Buchungs- und Abo-Plattform konzipiert und kann vielfältige Ressourcen abbilden: Arbeitsplätze, Meetingräume, Parkplätze und mehr. Die Regpit-Integration für die automatische Identitätsverifizierung Abo lässt sich überall dort einsetzen, wo eine GWG-konforme Prüfung erforderlich ist – nicht nur bei der Briefkastenvermietung.

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Anny ist auf der Bewertungsplattform OMR Reviews für das Q2 2025 in der Kategorie Workplace Management Top Rated
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